Ehrenamt im Triathlon: Drei Menschen, drei Geschichten – ein gemeinsames Herz für den Sport
Zum Tag des Ehrenamts sagen wir: Danke, dass ihr den Triathlon lebendig macht.
Markus Lorenz – Triathlonlehrer aus Leidenschaft
Markus Lorenz ist Triathlontrainer-B (Olympische Distanz) und zertifizierter Femnetic Female Health Coach. Hauptberuflich arbeitet er als Coach für Triathletinnen – ehrenamtlich engagiert er sich seit 2022 als Schwimmtrainer in der Triathlonabteilung des SG Adelsberg e.V. in Chemnitz.
Weil es damals keine Übungsleiter für die Schwimmzeiten gab, entschied er sich, diese Lücke zu schließen. „Schwimmen ist die technisch anspruchsvollste Disziplin – dort konnte ich den größten Mehrwert einbringen“, erzählt er. Neben dem Training übernimmt er ab dem kommenden Jahr auch die Organisation eines regelmäßigen Fortbildungstages für Vereinsmitglieder.
Was ihn motiviert? Der große Bedarf an ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern, der Wunsch, das Vereinsangebot zu stärken und die persönliche Weiterentwicklung als Coach. Die Dankbarkeit seiner Vereinskolleginnen und -kollegen als auch deren Fortschritte im Wasser sind für ihn der schönste Lohn.
Besonders berührt hat ihn die Zeit, in der er 2023 wegen gesundheitlicher Probleme pausieren musste. „Die vielen Genesungswünsche und die Wertschätzung werde ich nie vergessen.“ Nach seiner Rückkehr spürte er mehr denn je, wie wichtig eine starke Vereinsgemeinschaft ist.
Claudia Pflüger – Trainerin mit Herz für jedes Kind
Claudia Pflüger ist seit 2017 Trainerin für Schwimmen und Triathlon im SV Eisleben Sangerhausen. Angefragt wurde sie damals ganz direkt – und sagte schnell zu, auch weil sie zuvor bereits im Reitsport als Trainerin aktiv war. Inzwischen besitzt sie sowohl im Schwimmen als auch im Triathlon die Trainer-B-Lizenz.
Claudias Motivation liegt in der individuellen Entwicklung der Kinder. „Ich sehe ihnen gern beim Wachsen zu. Es ist nicht schwierig, ein talentiertes Kind zur Medaille zu bringen. Spannender ist es, ein Kind, das es schwerer hat, zu Bestleistungen zu führen.“
Sie liebt die Momente, in denen die Kinder zufrieden aus dem Becken steigen, stolz auf ihre Leistung sind und vielleicht sogar motiviert, selbst einmal Trainerin oder Trainer zu werden. Dabei gehört auch dazu, sich selbst zurückzunehmen und zugleich sportliches Vorbild zu sein.
Ein besonderer Moment war für Claudia ein internationaler Schwimmwettkampf der Gehörlosen in Polen, bei dem eine ihrer Athletinnen trotz Handicap startete. Die sozialen Kompetenzen aller Teilnehmenden beeindruckten sie nachhaltig.
Michael Erhard – Von der Motorradleidenschaft zur festen Größe im Helferteam
Michael Erhard beschreibt sich selbst als „leidenschaftlichen Motorradfahrer“, der eher zufällig zum Triathlon gefunden hat. Sein erster Einsatz war 2022 beim Triathlon in Schliersee – aufmerksam geworden durch einen Helferaufruf von Andreas Pumpat. Seitdem ist er Teil der festen Motorradbegleitung bei zahlreichen Veranstaltungen: in Heilbronn, Tübingen, Nürnberg, Ingolstadt, Heidelberg, Roth und im Allgäu.
Für manche Events legt er über 400 Kilometer Anfahrt zurück. Besonders schätzt er die Begegnungen mit bekannten Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, die froh sind, auf Fahrer zu treffen, die wissen, worauf es ankommt.
Gemeinsam für den Sport
Ob im Schwimmbecken, auf der Trainingsfläche oder auf dem Motorrad an der Wettkampfstrecke – Markus, Claudia und Michael zeigen auf beeindruckende Weise, wie vielfältig Ehrenamt im Triathlon sein kann. Ihr Engagement stärkt Vereine, ermöglicht Entwicklung und schafft Erlebnisse, an die Sportlerinnen und Sportler ihr Leben lang zurückdenken.
Zum Tag des Ehrenamts sagen wir: Danke, dass ihr den Triathlon lebendig macht.
Du hast auch eine tolle, spannende oder witzige Geschichte zu erzählen, wie du zum Triathlon gekommen bist? Oder Verletzungen/Krankheiten oder besondere Momente/Ereignisse haben dich erst recht angespornt, (weiter) aktiv zu sein? Dann schreibe uns eine E-Mail an medien@triathlondeutschland.de. Und vielleicht erscheint hier bald deine Geschichte.