Nachhaltigkeit

An morgen denken! Nachhaltig handeln!

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Die Deutsche Triathlon Union fokussiert sich bei ihrer Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit auf die ökologische Dimension, also auf den Umweltschutz und die Umwelt mit ihren begrenzten Ressourcen. 

Sei es in der alltäglichen Ausübung des Triathlons im Profi- oder Altersklassenbereich oder bei Triathlon-Veranstaltungen - wir hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck. 

Triathlon als naturnahe Sportart fordert daher eine Verantwortung für die Bewahrung von Sport- und Lebensräumen. Der (Triathlon-)Sport soll zudem als Impulsgeber für nachhaltige Entwicklungen fungieren.

Daher beschäftigt sich die DTU mit vielfältigen Aufgabenbereichen zum Thema Nachhaltigkeit: 

Evaluierungsmaßnahmen zur Nachhaltigkeit im Triathlon, Erstellung von Handreichungen für Veranstaltungen, Schaffung einer Plattform für Wissenstransfer und Austausch sowie Kommunikationsmaßnahmen zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung.

Als gemeinnützige Körperschaft bedient die DTU die sozialen und ökonomischen Bereiche der Nachhaltigkeit bereits authentisch und initiiert fortlaufend verschiedene Projekte in diesen Themenfeldern.  

Schaut euch das mal an! Angebote, Aktionen und Wissenswertes

Das DTU-Sportentwicklungsteam im Interview

Nachhaltigkeit Lisa Merget und Heiko Berger

Müssen es vier Fahrräder und mehrere Trainingslager pro Jahr sein? Was können Veranstalter tun, um nachhaltiger zu agieren? Welche Potentiale hat die Sportart Triathlon in Bezug auf Umweltschutz? Ein Gespräch mit Lisa Merget, Referentin für Marketing, und Heiko Berger, Mitarbeiter Sportentwicklung, über die Gründe, warum die Deutsche Triathlon Union (DTU) das Thema Nachhaltigkeit* aktiv angeht und was getan werden sollte.

 

Warum sollte im Triathlon nachhaltiger agiert werden?

Heiko: Triathlon ist ein Natur-Sport, wir bewegen uns und nutzen die Natur. Es gibt meines Erachtens keinen besseren Grund, pflegsam mit der Natur umzugehen und diese zu schützen. Nur so wird es auch in Zukunft möglich sein, unsere Umwelt für unseren Sport zu nutzen. Deshalb macht es Sinn, auf das Thema Nachhaltigkeit zu achten.

Lisa: Das kann man noch weiter spinnen. Triathlon ist ein konsumlastiger Sport, was beispielsweise auch Themen wie Material und Reisen angeht. Auch hier gibt es Ansatzpunkte für nachhaltigeres Handeln.

 

Also sollte jede Athletin und jeder Athlet darüber nachdenken, ob drei Trainingslager pro Jahr und vier Fahrräder sein müssen?

Lisa: Das ist sicherlich ein Ansatzpunkt, neben vielen weiteren. Es fängt im Kleinen und Alltäglichen an: Muss ich zum Schwimmtraining mit dem Auto fahren? Wie kann ich mich nachhaltig ernähren?

 

Das Thema Nachhaltigkeit wird allgemein immer wichtiger und präsenter.

Heiko: Daher war es eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns dem Thema mit einem größeren Schwerpunkt annehmen.

Lisa: Es ist wichtig, dass das Thema in die Köpfe kommt. Wir machen uns schon länger Gedanken, wie wir uns als Deutsche Triathlon Union dem gesellschaftlich wichtigen Thema Nachhaltigkeit annehmen können. Da geht es sicherlich um eine Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung. Es geht aber auch darum, dass wir als Verband eine Plattform für den Austausch und die Weitergabe von Wissen schaffen und Handlungsempfehlung mitgeben, wie verschiedenste Bereiche nachhaltiger arbeiten können – sei es die Athlet/-in, die Veranstalter/-in, der Verein und weitere.

 

Wie groß ist das Potential?

Heiko: Es gibt noch sehr großes Potential. Es werden schon viele kleine Dinge angestoßen, aber es gibt viele Möglichkeiten, noch nachhaltiger zu agieren. Sowohl was Veranstaltungen, als auch was die Lebensweise von Athlet/-innen betrifft.

 

Was können Veranstalter konkret tun?

Lisa: Es gibt verschiedenste Bereiche, in denen Veranstalter etwas für die Nachhaltigkeit tun können. Beispielsweise in den Bereichen Mobilität, Beschaffung, Ressourcenverbrauch, Catering und Abfallmanagement sowie Auswahl von lokalen Dienstleister/-innen und Lieferant/-innen– um ein paar Bereiche zu nennen. Wir müssen das Thema Nachhaltigkeit für den Triathlonsport nicht neu erfinden. Die Herausforderung ist, diese Punkte für Veranstalter/-innen auch darstellbar zu machen.

Heiko: Es gibt natürlich Beispiele wie das Nutzen von Holzmedaillen. Gerade bei größeren Veranstaltungen sollten die Maßnahmen, die getroffen werden, jedoch immer in ein Gesamtkonzept passen. Man sollte im Nachhinein kontrollieren können, was eine Holzmedaille im Vergleich zu einer Metallmedaille gebracht hat, ob man den CO2-Fußabdruck verringert hat – oder nicht.

 

Wie wird der Austausch zwischen DTU und Veranstaltern aussehen?

Heiko: Etwas vorgeben, ist immer schwierig. Wir wollen das Wissen, was wir erarbeiten, zur Verfügung stellen und durch verschiedene Formate einen Transfer generieren. Die DTU sieht sich als Plattform, bei der sich das Wissen aus vielen Bereichen und von vielen Seiten zusammentragen und bündeln lässt.

Lisa: Wir denken für 2022 beispielsweise an eine Reihe mit verschiedenen Aktionen wie Webcasts oder Liveveranstaltungen, die sich an Vereine, Verbände und Veranstalter/-innen sowie Athlet/-innen richtet. Es wird auch eine große Umfrage geben, damit wir sehen, wo in Triathlondeutschland die Herausforderungen und Wünsche der Veranstalter liegen.

Heiko: Wenn Veranstalter/-innen dieses Angebot nutzen und Dinge umsetzen, wird dies früher oder später automatisch bei den Teilnehmenden landen. Indirekt sprechen wir, wenn wir Veranstalter ansprechen, also auch Athlet/-innen an.

 

Welche Tipps kann ich als Veranstalter erwarten?

Lisa: Wir werden zusammen mit Expert/-innen ein Veranstalterhandbuch erarbeiten. Wir verstehen uns nicht als Kontrollinstanz. Es geht uns darum, einen Katalog zur Verfügung zu stellen, mit Hilfe dessen sich jeder Veranstalter reflektieren und gegebenenfalls Anreize rausziehen kann. Im besten Fall fängt er dann in kleinen Schritten an, nachhaltiger zu agieren.

Wir haben durch die Nähe zur Deutschen Triathlon gGmbH (eine Tochtergesellschaft der DTU, Anm. d. Red.) die Möglichkeit, solche Dinge bei den Veranstaltungen der Deutschen Triathlon gGmbH selbst zu erproben. Wir wissen: Vieles ist auch einfach gesagt, aber nicht so einfach getan. Wir versuchen, von verschiedensten Seiten Erfahrungen einzubringen. Dann wird am Ende jede und jeder einen großen Nutzen haben.

 

Wie weit sollte das Thema Nachhaltigkeit im Triathlon in zehn Jahren sein?

Lisa: In zehn Jahren sollten die Potentiale, die der Triathlonsport in Sachen Nachhaltigkeit mit sich bringt, bzw. die Kraft des Sports allgemein, und die Rahmenbedingungen, unter denen Triathlon stattfindet, möglichst ausgeschöpft und weiterentwickelt sein.

Heiko: Klimaneutralität bei Triathlonveranstaltungen zu erreichen, ist sicher ein großes, ambitioniertes Vorhaben. Das Ziel im Sinne eines deutlich niedrigeren CO2-Fußabdrucks sollten wir in den nächsten zehn Jahren aber verfolgen. 

 

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