Mein erster Triathlon (37): Lena Göttler
Mir ging es darum, mir zu beweisen, dass ich einen Triathlon schaffen kann – und dabei auch Spaß habe.
Ich treibe schon seit vielen Jahre Sport. Mein Problem war lange Zeit eher die Regelmäßigkeit. Beziehungsweise in meinem Fall die Unregelmäßigkeit. Mal habe ich mehr gemacht, mal weniger. Es war nie so eine wirkliche Struktur in meinen sportlichen Bemühungen, obwohl ich in den vergangenen Jahren mehrmals an Volksläufen teilgenommen habe.
Das mit der Regelmäßigkeit hat sich dann im vergangenen Jahr durch zwei Umstände geändert. Zum einen habe ich in einem regionalen TV-Sender abends beim Durchzappen die Werbung für den Triathlon in Tübingen gesehen und mich gleich angemeldet. Zum anderen, und das war der wichtigere Schritt, habe ich mich im Frühjahr 2025 getraut, bei einem kostenlosen Vorbereitungstraining auf den Triathlon teilzunehmen, das jedes Jahr über vier Monate vom Hauptsponsor Mey Generalbau GmbH angeboten wird.
Ich gebe zu: Ich habe mich dazu aufraffen müssen, weil ich dachte, da sind eh nur Profis dabei. Als ich im April das erste Mal dabei war, waren da überhaupt keine Profis. Genaugenommen waren wir nur zu zweit, was aber am regnerischen Wetter lag. So haben wir nur Trockenübungen für Koppeltraining machen können. Nicht der Hit, aber für mich war klar, ich komme wieder.
Ich bin dann regelmäßig hingegangen und diese Regelmäßigkeit hat mir geholfen, in einen Flow zu finden, was regelmäßiges und auch strukturiertes Training angeht. Vorher, das muss ich zugeben, habe ich mir beim Training oft schwergetan. Mich alleine zum Sport aufzuraffen, ist sicherlich nicht unbedingt meine größte Stärke.
Ich mache Sport nicht, weil ich irgendwann mal einen Wettkampf gewinnen will. Ich mache Sport, weil es für mich ein guter Ausgleich zum Job ist und mir hilft, Stress abzubauen. Ich habe richtig Spaß am Sport gefunden, bin zum Beispiel von Reutlingen, wo ich wohne, mit dem Rad auf die Schwäbische Alb gefahren, um meine Eltern zu besuchen.
Und auch wenn ich im normalen Leben eher eine Draufgängerin bin – ich fahre beispielsweise auch gerne Motorrad – war ich vor meiner Triathlon-Premiere in Tübingen doch sehr nervös und mir alles andere als sicher, hatte Angst, das Zeitlimit nicht zu schaffen. Dabei war es mein großes Ziel, eine Finisher-Medaille zu bekommen. Dieses Ziel hat mich in den Wochen vor dem Wettkampf im Training angetrieben.
Ich war dann sehr zufrieden, wie es gelaufen ist. Sicherlich gibt es Menschen, die Schmunzeln, wenn sie lesen, dass ich eine Achter-Pace auf der Laufstrecke gelaufen bin. Aber mir ging es nicht darum, irgendwelche Zeiten zu schaffen. Mir ging es darum, mir zu beweisen, dass ich einen Triathlon schaffen kann – und dabei auch Spaß habe.
So viel Spaß übrigens, dass ich beschlossen habe, im kommenden Jahr wieder dabei zu sein. Diesmal aber über die Sprintdistanz. Mit regelmäßigem Training, da bin ich mir sicher, werde ich auch diese Herausforderung schaffen.
Du hast auch eine tolle, spannende oder witzige Geschichte zu erzählen, wie du zum Triathlon gekommen bist? Oder Verletzungen/Krankheiten oder besondere Momente/Ereignisse haben dich erst recht angespornt, (weiter) aktiv zu sein? Dann schreibe uns eine E-Mail an medien@triathlondeutschland.de. Und vielleicht erscheint hier bald deine Geschichte.