Eine Triathletin läuft glücklich mit dem Zielband in der Hand zum Sieg

Weltcup Lanzarote: Nina Eim stürmt zu erstem Sieg – Lindemann Dritte

14.03.2026 –  Oliver Kraus

Der Frauenkader der Deutschen Triathlon Union (DTU) ist gut in das neue Wettkampfjahr gestartet. Beim Weltcup-Auftakt auf Lanzarote feierte Nina Eim auf einem anspruchsvollen Kurs auf der kanarischen Insel ihren dritten Weltcup-Sieg in beeindruckender Manier. Während Laura Lindemann mit Rang drei ein Comeback nach Maß feierte, wurden die Ambitionen von Selina Klamt durch einen Radsturz jäh beendet.

Eine Triathletin läuft glücklich mit dem Zielband in der Hand zum Sieg

Eim setzte sich über die Sprintdistanz nach 1:02:14 Stunden vor Georgia Taylor-Brown (GBR; 1:02:19) und Teamkollegin Laura Lindemann (1:02:22) durch.

Den Sieg musste sich die 27-Jährige allerdings hart erarbeiten. Denn anders als geplant hatte die Norddeutsche nach dem 750-Meter-Schwimmen im offenen Meer zunächst Rückstand auf die Spitze. „Beim Schwimmen war es etwas chaotisch. Da war ich etwas weiter zurück, als ich es wollte. Auf dem Rad habe ich dann gepusht und bin wieder rangekommen“, so Eim.

In der Folge bestimmte die Zwölfte der Olympischen Spiele von Paris 2024 das Tempo der zehnköpfigen Führungsgruppe mit, ehe auf den abschließenden fünf Laufkilometern die Entscheidung fiel. Nachdem sich vier Athletinnen abgesetzt hatten, erhöhte Taylor-Brown in einem Anstieg das Tempo, dem nur noch Eim folgen konnte. „Ich habe nur gedacht, dass ich mitgehen muss. Danach hat sich das Tempo wieder etwas beruhigt und ich habe ein bisschen Luft holen können, um dann selbst anzugreifen.“

Dank ihrer Attacke wenige hundert Meter vor dem blauen Zielteppich an der Playa de las Cucharas lief Eim am Ende zu einem souveränen Sieg: „Das ist ein sehr schöner Start in die neue Saison. Ich bin froh, dass es so gut gelaufen ist.“

Ein ähnliches Fazit zog auch Laura Lindemann im Zielraum-Interview: „Es fühlt sich gut an, wieder zurück zu sein. Ich hatte Spaß, auch wenn der Kurs sehr hart war. Ich habe mich gut gefühlt, als wir zu viert vorne waren. Allerdings war es dann schon kritisch, denn ich wollte nicht Vierte werden.“

Großes Pech hatte indes Selina Klamt. Die 24-Jährige hinterließ lange Zeit in der Spitzengruppe einen guten Eindruck, fuhr dann jedoch auf gerader Strecke in eine Pylone und schlug hart auf dem Asphalt auf. Anders als Fanni Szalai (HUN), die ebenfalls zu Boden ging, konnte sie das Rennen nicht fortsetzen.

Die beiden weiteren Deutschen im Feld, Franka Rust und Finja Schierl, belegten die Plätze 23 (1:04:07) beziehungsweise 31 (1:06:05).