Camilos Traum wird Realität: Eine eigene Triathlon-Nachwuchsgruppe
Entscheidend ist für mich nicht, was ein Kind an Talent mitbringt, sondern welche Motivation und Disziplin ich sehe.
Camilo, was hat dich motiviert, am Hochrhein eine eigene Kinder‑ und Jugendtriathlon‑Gruppe aufzubauen? Gab es einen direkten Bedarf?
Die Motivation kam aus mir selbst: Ich bin leidenschaftlicher Triathlet und Triathlon‑Geek, Sportwissenschaft hat mich schon immer fasziniert – und eine eigene Leistungssportgruppe zu trainieren, war schon lange ein Traum von mir.
Am Hochrhein haben wir perfekte Trainingsbedingungen, und dazu kam, dass Felix Niederer, Triathlonheld des Jahres 2025, hier zwei Multisport‑Events auf die Beine gestellt hat. Das hat gezeigt, dass Potenzial für den Sport in der Region da ist.
Ich bin überzeugt, dass es eine wertvolle Arbeit für die Gesellschaft ist, Kindern Werte wie Durchhaltevermögen und harte Arbeit mitzugeben.
Welche Momente oder Erfahrungen aus deiner eigenen sportlichen Laufbahn prägen dein Training heute am stärksten?
Ich habe erst mit 20 Jahren mit dem Training angefangen. Aber seit ich in Deutschland lebe, seit mittlerweile acht Jahren, bin ich konstant drangeblieben, und wenn ich heute sehe, was allein durch diese Arbeit möglich geworden ist, überrascht es mich manchmal selbst. Deswegen bin ich überzeugt, dass Konstanz der entscheidende Faktor ist – nicht Talent, nicht der perfekte Trainingsplan, sondern einfach regelmäßig da zu sein und dranzubleiben.
Genau das erlebe ich jetzt bei meinen Athletinnen und Athleten: Die Kinder, die viel trainieren, machen schon nach einem Jahr Fortschritte, die mich immer wieder beeindrucken.
Entscheidend ist für mich nicht, was ein Kind an Talent mitbringt, sondern welche Motivation und Disziplin ich sehe. Ich bin ständig auf der Suche nach Kindern mit Potenzial – die meisten, die zu uns kommen, waren schon vorher sportlich aktiv.
Welche Entwicklung macht dich bei deiner Gruppe seit 2025 besonders stolz?
Vor allem, wie schnell sich die Disziplin und damit das Leistungsniveau der Kinder entwickelt hat. Zum Beispiel haben wir Kinder, die Kaderkriterien erfüllen oder bereits erfüllt haben, obwohl sie vorher nie in einem Schwimmverein waren. Andere holen im Laufsport schon überregionale Podiumsplätze.
Solche Erfolge sind nur das Ergebnis von regelmäßigen Trainingszeiten und einer hohen Trainingsqualität – auch dank unserer sehr erfahrenen Schwimmtrainerin Anja Bürk, aber vor allem auch dank der Entschlossenheit der Kinder selbst und der großartigen Unterstützung durch ihre Familien.
Was sind deine nächsten Ziele – für dich als Trainer und für die Kinder?
Für mich als Trainer geht es darum, weiter Erfahrung zu sammeln, unsere Vereinsabteilung weiterzuentwickeln und unser Schwimmangebot auszubauen. Für die Kinder wünsche ich mir, dass sie motiviert bleiben und sich stetig weiterentwickeln.
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