Chengdu: Bogen mit starkem Weltcup-Debüt, Wernz Siebter
07.05.2018 – Jan Sägert
Zum Auftakt der Asien-Tour der Deutschen Triathlon Union hat Bianca Bogen am Wochenende beim Weltcup in Chengdu das Podium knapp verpasst. Die Leipzigerin wurde beim Sieg der Australierin Emma Jeffcoat starke Vierte. Fünf Sekunden fehlten im Finale zum Podiumsplatz. Auch Valentin Wernz (Saarbrücken) präsentierte sich in seinen beiden Rennen in guter Verfassung. Nach einem spannenden Finish sicherte er sich Platz sieben und damit auch die Chance, 2018 in der ITU World Triathlon Series zu starten. Der Sieg ging an Olympiateilnehmer Rostislav Pevtsov aus Azerbaidschan.
Bogen beim Debüt bärenstark
Bianca Bogen nutzte ihre Schwimmstärke, um sich nach Platz sieben im Halbfinale auch im Finale gleich ganz vorn einzureihen. Als Vierte, mit etwa 20 Metern Rückstand auf das Führungstrio, schob sie ihr Rad aus der Wechselzone. Schon wenige hundert Meter später konnte sie die Lücke schließen und das Quartett fuhr auf den zehn Radkilometern fast eine Minute Vorsprung heraus. Beim Laufen (2,5 Kilometer) klemmte sich Bogen bis eingangs der zweiten Runde an die Führenden. Als Emma Jeffcoat und Tamara Gorman (USA) davonzogen, kämpfte die junge Sächsin gegen die Japanerin Fuka Sega um Platz drei. Letztlich fehlten fünf Sekunden zum ersten Weltcup-Podium ihrer Karriere. Entsprechend den Nominierungskriterien der DTU ist Bogen damit 2018 in der ITU World Triathlon Series startberechtigt.
Wernz riskiert und wird belohnt
Als Achter seines Halbfinals war Wernz ins Finale eingezogen. Dort kam er nach dem Schwimmen (500 Meter) zwar im hinteren Teil des Felds in die Wechselzone, schob sich aber nach einem starken Wechsel schnell an die erste große Radgruppe heran. Auch beim zweiten Wechsel ging Wernz aggressiv und blitzschnell zur Sache. In Führung liegend sprintete er auf die erste der zwei kurzen Laufrunden. Doch die Verfolger schlossen auf. 500 Meter vor dem Ziel verlor der 24-Jährige dann den Anschluss, gewann aber den Zielsprint um Platz sieben. "Mit einer etwas besseren Renneinteilung wäre mehr möglich gewesen, allerdings muss man auch mal etwas riskieren, wenn man irgendwann mal gewinnen will", analysierte Wernz' Coach Christian Weimer.