Lasse Lührs überzeugt mit stabilem Saisoneinstieg in Afrika
24.03.2026 – Oliver Kraus
Im letzten Jahr in Hamburg lief es nicht nach Plan, mittlerweile ist Lasse Lührs besser im Tritt
Der Olympiasieger von Paris 2024 nutzt aktuell bewusst Rennen auf dem afrikanischen Kontinent, um sich Schritt für Schritt wieder an seine Topform heranzuarbeiten – und setzt dabei erste klare Ausrufezeichen.
Während viele Kaderathletinnen und -athleten nach dem Höhentrainingslager in Namibia bereits bei den ersten Weltcups der Saison starteten, entschied sich Lührs für einen anderen Weg. Der Bonner blieb vor Ort und sammelte bei Kontinentalcups gezielt Wettkampfpraxis unter kontrollierter Belastung.
Hintergrund ist die lange Phase, die auf den Olympiasieg folgte. Ein Ödem im Fersenbein machte einen medizinischen Eingriff notwendig und warf Lührs in seiner Entwicklung zurück. Zwar kehrte er bereits im vergangenen Sommer ins Wettkampfgeschehen zurück, doch insbesondere im Laufen fehlte noch die gewohnte Stärke.
Dass sich das inzwischen verändert hat, zeigen die jüngsten Ergebnisse: Beim Kontinentalcup in Troutbeck (Simbabwe) sicherte sich Lührs den Sieg, in Swakopmund (Namibia) wurde er Zweiter hinter Ben Bettin.
„Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Saisoneinstieg“, sagt Lührs. „Ich habe mir vorgenommen, mich langsam ranzutasten. Und ich bin happy, dass sich die ersten Rennen mal wieder nach Laufen angefühlt haben.“
Die nächsten Schritte sind bereits geplant: Am kommenden Wochenende startet Lührs im südafrikanischen Mossel Bay. „Den Fersen geht es auf jeden Fall gut. Ich freue mich, darauf aufbauen zu können.“