Eine Sportlerin in deutschem Dress läuft freudestrahlend mit der Deutschlandfahne in der Hand dem Sieg bei einem WM-Rennen entgegen

Duathlon-Langdistanz-WM: Merle Brunnée holt historischen fünften WM-Titel

07.09.2026 –  Oliver Kraus

Merle Brunnée hat bei den Langdistanz-Duathlon-Weltmeisterschaften im schweizerischen Zofingen ihren fünften Weltmeistertitel gewonnen und Sportgeschichte geschrieben. 

Eine deutsche Sportlerin jubelt im Ziel über ihren Sieg

Ein historischer Sieg, der passende Jubel

Die Deutsche setzte sich beim WM-Klassiker über 10 Kilometer Laufen, 150 Kilometer Radfahren und 30 Kilometer Laufen souverän durch und ist damit alleinige Rekordhalterin der traditionsreichen Veranstaltung.

Mit einer Zeit von 6:45:51 Stunden verteidigte Brunnée ihren Weltmeistertitel erfolgreich und setzte ihrer außergewöhnlichen Erfolgsserie in Zofingen ein weiteres Kapitel hinzu. Die 31-Jährige ist nun die erste Athletin, die bei den Langdistanz-Duathlon-Weltmeisterschaften in Zofingen fünf Goldmedaillen gewinnen konnte. Die Ärztin hatte bereits 2021 triumphiert sowie die letzten drei Auflagen in Serie für sich entschieden.

Brunnée lässt sich von frühem Rückschlag nicht stoppen

Dabei verlief der Wettkampf für die Deutsche zunächst nicht nach Plan. Ein Sturz in der Anfangsphase kostete Brunnée Zeit, doch die Titelverteidigerin fand schnell zurück in ihren Rhythmus. Auf der anspruchsvollen Radstrecke arbeitete sie sich wieder an die Spitze des Feldes zurück und setzte sich in der Folge kontinuierlich von ihrer Konkurrenz ab.

Mehrere Duathletinnen laufen gemeinsam ein Rennen

Brunnée ließ sich auch von einem Sturz nicht ausbremsen

Auf den abschließenden 30 Kilometern kontrollierte Brunnée das Rennen souverän. Im Ziel betrug ihr Vorsprung auf die Britin Rachel Brown knapp sechseinhalb Minuten (6:52:29). Hana Kolarova (CZE; 7:20:08) rundete das Podium als Dritte ab. Die zweite deutsche Elite-Starterin Lisa Strothmann musste das Rennen nach dem Radfahren vorzeitig beenden. 

Huckestein Sechster beim WM-Debüt

Bei den Männern sicherte sich der Franzose Émile Blondel-Hermant den Weltmeistertitel. Nach einer dominanten Vorstellung überquerte er die Ziellinie nach 5:50:30 Stunden und verbesserte damit den bisherigen Streckenrekord um acht Minuten. Silber ging an den Belgier Jonathan Wayaffe, Bronze an den Franzosen Baptiste Domanico.

Simon Huckestein verpasste trotz deutlicher Steigerung im Verlauf des Rennens am Ende das Podium um knapp neun Minuten. Nach 6:22:29 Stunden kam der mehrfache Deutsche bei seinem WM-Debüt über die Duathlon-Langdistanz als Sechster ins Ziel. 

Vier Titel für deutsche AgeGrouper

Neben Merle Brunnée unterstrichen auch die Altersklassen-Aktiven, dass sie sich im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen. 

So feierten Sarah Strothmann (AK 20; LV Nordrhein-Westfalen; 8:43:00), Katrin Esefeld (AK 40; LV Bayern; 7:32:44), die damit ihren Titel von 2025 erfolgreich verteidigen konnte, und Konrad Puk (AK 75; LV Bayern; 11:52:12) und der älteste Teilnehmer Paul Thelen (AK 80; LV Nordrhein-Westfalen; 10:41:08) in ihren jeweiligen Altersklassen den Titel. 

Mit Silber dekoriert wurden Sandra Nagler (AK 40; LV Nordrhein-Westfalen; 8:20:47), Fabian Lafrenz (AK 60; LV Baden-Württemberg; 7:39:21) und Martin Langlotz (AK 65; LV Rheinland-Pfalz). 

Bronze ging an Sabine Schenkenhofer (AK 50; LV-Rheinland-Pfalz; 9:20:43), Markus Mayers (AK 55; LV Bayern; 7:37:38) und Heiko Grimme (AK 60; 8:08:08).

Insgesamt sammelte die AgeGroup-Nationalmannschaft in der Schweiz zehn Mal Edelmetall und blieb damit knapp hinter dem Vorjahres-Ergebnis zurück. 2025 war die Ausbeute mit 13 Medaillen etwas größer gewesen.

Ergebnisse

Die komplette Ergebnisübersicht steht online zur Verfügung. 

Alle deutschen Ergebnisse in der Übersicht