WM-Serie 2026: Tertsch Vierte in Yokohama │ Hellwig Neunter
16.05.2026 – Oliver Kraus
Nach dem für sie enttäuschenden Saisonauftakt mit Rang 33 im usbekischen Samarkand belegte die Titelverteidigerin über die olympische Distanz einen starken vierten Platz. Bei den Männern gelang Tim Hellwig mit Rang neun sein erstes Top‑Ten‑Ergebnis in einem WTCS‑Rennen seit zweieinhalb Jahren.
Tertsch, die Weltmeisterin von 2025, die im Vorjahr auf derselben Strecke bei regnerischen Bedingungen Dritte geworden war, absolvierte die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen in 1:51:02 Stunden.
Der Sieg ging an Tilda Månsson (Schweden; 1:50:13). Platz zwei belegte die Führende der World Triathlon Championship Series Beth Potter (Großbritannien; 1:50:15), Dritte wurde die letztjährige Yokohama-Siegerin Jeanne Lehair (Luxemburg; 1:50:36).
Aus deutscher Sicht setzte auch Laura Lindemann bei besten Triathlon-Bedingungen ein Ausrufezeichen. Die Siegerin des Weltcups von Chengdu (China) aus der Vorwoche erreichte in Yokohama Rang neun (1:51:44). Franka Rust (1:52:03) und Julia Bröcker, die mit der schnellsten Radzeit auf sich aufmerksam machte, verpassten als Zwölfte (1:52:03) beziehungsweise 15. (1:52:43) ein Top‑Ten‑Resultat nur knapp.
Annika Koch belegte Platz 25 (1:55:16), während Nina Eim das Rennen nach der dritten Laufrunde aufgrund muskulärer Probleme vorzeitig beenden musste.
Hellwig erstmals seit September 2023 wieder in den WTCS-Top-Ten
Bei den Männern unterstrich Tim Hellwig, dass nach seiner mehr als eineinhalbjährigen Verletzungspause wieder mit ihm zu rechnen ist. Der Mixed‑Relay‑Olympiasieger von 2024, der zu Jahresbeginn mit zwei zweiten Plätzen im Weltcup aufhorchen ließ, meldete sich nach Rang 13 im April in Samarkand in Yokohama mit Platz neun (1:40:59 Stunden) in der erweiterten Weltspitze zurück.
Jonas Osterholt erreichte in seinem dritten WTCS‑Rennen Platz 19 (1:41:53) und schaffte damit erstmals den Sprung in die Top-20. Chris Ziehmer wurde 27. (1:42:46), Valentin Wernz belegte Rang 32 (1:44:00).
Der Sieg ging an WM‑Titelverteidiger Matthew Hauser (Australien; 1:38:48) vor Miguel Hidalgo (Brasilien; 1:39:08) und Luke Willian (Australien; 1:39:16).
Die kompletten Ergebnislisten stehen online zur Verfügung: