„Mein Verein ist mein Zuhause“ – warum Triathlon weit mehr ist als Sport
Ich bin gerne in der Welt unterwegs, aber ich komme immer gerne zurück nach Hamburg, zu meinem Verein und meiner Gemeinschaft. Dorthin, wo jeder willkommen ist.
Ronald, du bist Altersklassenathlet, engagierst dich im Verein und bist dem Sport seit vielen Jahren treu. Wie und wann hat das alles angefangen?
Mit dem Sport – bei der Geburt. Mit dem Triathlon dann 2014: Wir haben in Hamburg bei den Open Races des SUZUKI World Triathlon Hamburg presented by HAMBURG WASSER den Sprint verfolgt, und in dem Moment war klar: Das will ich auch.
Wie bist du ursprünglich zum Triathlon gekommen – und was hat dich an der Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen gereizt?
Letztendlich über das Laufen. Ich bin lebenslanger Läufer, und die neue Herausforderung – insbesondere das Schwimmen – hat mich sehr gereizt.
Die ganzheitliche Belastung durch die drei Disziplinen ist für mich eine optimale Möglichkeit, auch im Alter gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Gibt es Schlüsselmomente oder Menschen, die dich auf deinem Weg besonders geprägt oder motiviert haben?
Definitiv meine Frau, die zum Glück vom gleichen Triathlonvirus befallen ist wie ich, die immer mit einem Lächeln im letzten Drittel des Feldes ankommt und dabei jeden Moment genießt.
Und mein Freund Utz (Brenner, Anm. d. Red.), der mich mit gutem Rat und passenden Zahlen motiviert, in jedem Trainings- und Wettkampfkilometer die bestmögliche Qualität zu investieren.
Du bist Jahrgang 1956 und lebst in Hamburg: Welche Rolle spielt Sport heute für dich – körperlich, mental und im Alltag?
Triathlon ist für mich mehr als ein Hobby, es ist eine Lebensart. Das vielseitige Training hält mich fit und beweglich, die Wettkämpfe halten mich mental stark. Insgesamt steigert Triathlon meine Lebensqualität in allen Bereichen.
Besonders schön finde ich es, für junge Triathletinnen und Triathleten Vorbild und Mentor zu sein und meine Erfahrungen weitergeben zu können.
Der FC St. Pauli Triathlon steht für Gemeinschaft und Haltung. Was bedeutet dir der Verein – sportlich und menschlich?
Mein Verein ist mein Zuhause. Ich bin gerne in der Welt unterwegs – zum Beispiel bei den 70.3-Weltmeisterschaften in Südafrika, St. George oder Lahti oder bei World-Triathlon-Veranstaltungen in Torremolinos oder Wollongong.
Aber ich komme immer gerne zurück nach Hamburg, in den Stadtpark, zu meinem Verein und meiner Gemeinschaft. Dorthin, wo jeder willkommen ist – egal wer, egal woher.
Gibt es einen Wettkampf, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist – emotional, herausfordernd oder einfach besonders?
Eine schwere Frage, denn der Triathlon hat mir sehr viele schöne Momente geschenkt.
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir:
- Die European Championships in München 2022, wegen der internationalen Teilnehmer und der Bedeutung des Events.
- Der Allgäu Triathlon, bei dem ich als „Flachland-Triathlet“ sogar auf dem Podium stand.
- Die WM in Wollongong, wo wir eine außergewöhnliche Gastfreundschaft erleben durften.
- Und natürlich immer wieder der Stadtpark-Triathlon des FC St. Pauli – insbesondere dann, wenn ich als Helfer an der Strecke stehen darf.
Gibt es etwas, das du der Triathlon-Community oder den Leserinnen und Lesern mit auf den Weg geben möchtest?
Definiere deine Ziele, mach dich auf den Weg und arbeite darauf hin – ohne dabei Freude und Spaß zu verlieren. Genieße den Weg mindestens genauso wie den Erfolg.
Hab keine Angst davor, auch im Alter mit dem Triathlon anzufangen. In diesem wunderbaren Sport gibt es ein Plätzchen für jede und jeden von uns.
Du hast auch eine tolle, spannende oder witzige Geschichte zu erzählen, wie du zum Triathlon gekommen bist? Oder Verletzungen/Krankheiten oder besondere Momente/Ereignisse haben dich erst recht angespornt, (weiter) aktiv zu sein? Dann schreibe uns eine E-Mail an medien@triathlondeutschland.de. Und vielleicht erscheint hier bald deine Geschichte.