Mehrere Menschen sitzen im Rahmen einer Tagung zusammen in einem Kongress-Saal

World-Triathlon-Kongress stellt Weichen für die Zukunft und präsentiert Rennkalender 2027

25.09.2026 –  Oliver Kraus

Beim 39. World-Triathlon-Kongress im spanischen Sanxenxo sind Vertreterinnen und Vertreter von 95 nationalen Verbänden zusammengekommen, um wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Triathlonsports zu treffen. 

Mehrere Menschen sitzen im Rahmen einer Tagung zusammen in einem Kongress-Saal

Neben der Aufnahme des Jemen als neues Mitglied verabschiedete der Weltverband den Haushalt für 2027 sowie mehrere Anpassungen der Verbandsstatuten. Gleichzeitig richtete sich der Blick bereits auf die kommenden Jahre und den Start der neuen Triathlon World Tour.

Hamburg präsentiert sich als Gastgeber der WM-Finals 2027

Ein wichtiger Programmpunkt war der Blick auf die kommenden Großveranstaltungen. Für die Deutsche Triathlon Union stellte Generalsekretär Oliver Schiek die World Triathlon Championship Finals 2027 in Hamburg vor. Außerdem präsentierte das Organisationskomitee aus Edmonton, Kanada, die Multisport-Weltmeisterschaften 2027.

Auch die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles standen im Fokus. Christine Bosco aus dem Organisationsteam von LA28 stellte die Strecken für die olympischen und paralympischen Triathlon-Wettbewerbe vor. IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey informierte darüber hinaus über aktuelle Entwicklungen innerhalb der olympischen Bewegung und Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Sport.

Eine Übersichts-Grafik der World Touren T50 und T100 2027

Neue Triathlon World Tour nimmt Gestalt an

Erstmals wurden auf dem Kongress weitere Details zur neuen Triathlon World Tour vorgestellt. Das künftige Rennsystem soll neben der höchsten Kategorie, der T50 Championship und der T100 Championship, auch zahlreiche weitere Rennen der Serien T50 Cup und T100 Challenger umfassen und für größere internationale Sichtbarkeit sorgen.

„Wenn wir wollen, dass der Triathlonsport weiter wächst, müssen wir auch in seine Vermarktung investieren“, sagte World-Triathlon-Präsident Antonio Arimany. Die neue Triathlon World Tour soll zusätzliche Einnahmen generieren, höhere Preisgelder ermöglichen und den Athletinnen und Athleten mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Gleichzeitig bleibe die sportliche Hoheit weiterhin bei World Triathlon.

Drei Rennen in Deutschland

Auch der erste Entwurf des Rennkalenders für 2027 wurde vorgestellt. Aus deutscher Sicht sticht insbesondere Hamburg hervor: Vom 8. bis 12. September werden dort die ersten World Triathlon Championship Finals auf deutschem Boden ausgetragen. Die Hansestadt wird damit zum Saisonhöhepunkt der neuen T50 Championship Series.

Ebenfalls Teil des Kalenders sind unter anderem Stationen in Abu Dhabi, Samarkand, Yokohama, Rom, Los Angeles, London und Weihai.

Neben den Finals in Hamburg werden in Deutschland im kommenden Jahr weitere hochklassige Veranstaltungen ausgerichtet. So wird München am 25. Juli Gastgeber eines Rennens der T50-Cup-Serie.

Im Para Triathlon ist außerdem ein Para-Cup-Stopp am Tegernsee vorgesehen (10./11. Juli), ehe die Para Elite im September in Hamburg um WM-Gold, -Silber und -Bronze kämpfen wird.

Kalender noch nicht final

Der Rennkalender für 2027 ist allerdings noch nicht vollständig. World Triathlon will in den kommenden Wochen weitere Veranstaltungen bekannt geben und offene Termine final bestätigen.

Eine Übersichts-Grafik der Weltcups und Challenger-Stopps 2027

T50 Championship

  • 27./28. März: Abu Dhabi (VAE) – Einzel und Mixed Relay
  • 24./25. April: Samarkand (Usbekistan)
  • 15. Mai: Yokohama (Japan)
  • 5./6. Juni: Rom (Italien) – Weltmeisterschaften Einzel und Mixed Relay
  • 19./20. Juni: Quiberon (Frankreich)
  • 16. bis 18. Juli: Los Angeles (USA) – Einzel und Mixed Relay
  • 21./22. August: London (Großbritannien)
  • 8. bis 12. September: Hamburg – T50 Championship Finals
  • 25./26. September: Weihai (China)
  • 13./14. November: Tauranga (Neuseeland)

T100 Championship

  • 20./21. März: Gold Coast (Australien)
  • 10./11. April: Singapur
  • 15./16. Mai: Französische Riviera (Frankreich)
  • 5./6. Juni: San Francisco (USA)
  • 14./15. August: Vancouver (Kanada)
  • 18./19. September: Marbella (Spanien)
  • 26./27. November: Saudi-Arabien
  • 10./11. Dezember: Katar (Finals)

T50 Cup

  • 6./7. März: Lanzarote (Spanien)
  • 20./21. März: Sanya (China)
  • 10./11. April: Tarragona (Spanien)
  • 1./2. Mai: Melilla (Spanien)
  • 8./9. Mai: Peking (China) – Einzel und Mixed Relay
  • 12./13. Juni: Huatulco (Mexiko)
  • 3./4. Juli: Tiszaujvaros (Ungarn)
  • 24./25. Juli: München
  • 14./15. August: Rio de Janeiro (Brasilien)
  • 28./29. August: Karlovy Vary (Tschechien)
  • 16./17. Oktober: Chengdu (China)
  • 23./24. Oktober: Tongyeong (Südkorea)
  • 23./24. Oktober: Iquique (Chile) – Einzel und Mixed Relay
  • 30./31. Oktober: San Pedro de la Paz (Chile)
  • 30./31. Oktober: Hongkong – Einzel und Mixed Relay

T100 Challenger

  • 19./20. Februar: Wanaka (Neuseeland)
  • 17./18. April: Gran Canaria (Spanien)
  • 24./25. April: Florianópolis (Brasilien)
  • 8./9. Mai: Salou (Spanien)
  • 15./16. Mai: Cesenatico (Italien)
  • 22./23. Mai: Samorin (Slowakei)
  • 29./30. Mai: Korea
  • 19./20. Juni: Danzig (Polen)
  • 26./27. Juni: Kaiserwinkl-Walchsee (Österreich)
  • 21./22. August: Samarkand (Usbekistan)
  • 28./29. August: Fortaleza (Brasilien)
  • 9./10. Oktober: Vieux Boucau (Frankreich)
  • 16./17. Oktober: Peguera-Mallorca (Spanien)
  • 23./24. Oktober: Forte Village (Italien)
  • 6./7. November: Xiamen (China)

World Triathlon Para Events

  • 27./28. März: Abu Dhabi (VAE)
  • 24./25. April: Samarkand (Usbekistan)
  • 15. Mai: Yokohama (Japan)
  • 22./23. Mai: St. George (USA)
  • 19./20. Juni: Besançon (Frankreich)
  • 26./27. Juni: Montreal (Kanada)
  • 10./11. Juli: Tegernsee
  • 17. Juli: Los Angeles (USA)
  • 8. bis 12. September: Hamburg
  • 25./26. September: Alhandra (Portugal)
  • 30./31. Oktober: San Pedro de la Paz (Chile)

Multisport-Weltmeisterschaften

  • 17. bis 25. Juli: Edmonton (Kanada) – Multisport-Weltmeisterschaften
  • 4./5. September: Zofingen (Schweiz) – Powerman Langdistanz-Duathlon-Weltmeisterschaften