Sportgymnasium Neubrandenburg gewinnt Triathlon-Bundesfinale 2026 bei Jugend trainiert für Olympia & Paralympics
18.09.2026 – Oliver Kraus
Beim Herbstfinale in Berlin setzte sich die Schule aus Mecklenburg-Vorpommern nach zwei abwechslungsreichen Wettkampftagen mit einer Gesamtzeit von 2:43:27 Stunden durch und feierte damit bereits ihren achten Titel im bundesweiten Schultriathlon-Wettbewerb.
In einem engen Duell um Rang zwei setzte sich das Mons-Gymnasium Montabaur (2:50:23 Stunden) gegen das Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim (2:51:41 Stunden) durch. Die Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg hatten nach drei von vier Wettbewerben noch auf Vizekurs gelegen, mussten sich nach der abschließenden Staffel B jedoch noch den Rheinland-Pfälzern geschlagen geben.
Das Maß aller Dinge im Feld der Schulen aus allen 16 Bundesländern war erneut das Team aus Neubrandenburg. Nia Berner, Elise Glöckl, Polly Vierhufe, Jarik Berg, Hugo Bluhm und Karlos Kamp sorgten für den umjubelten Titelgewinn der erfolgreichsten Schule in der Geschichte des Wettbewerbs. Bereits nach den Einzelrennen am Donnerstag hatte sich das Sextett einen komfortablen Vorsprung von rund vier Minuten erarbeitet und ließ sich die Führung auch in den Staffelwettbewerben am Freitag nicht mehr nehmen.
Ausgetragen wurde der Schultriathlon im Berliner Olympiapark und auf den angrenzenden Wettkampfstrecken. Die Athletinnen und Athleten absolvierten 200 Meter Schwimmen, 3.000 Meter Radfahren und 1.000 Meter Laufen.
Für zusätzliche Spannung sorgte erneut das Staffelformat des Herbstfinals. Dabei übernehmen verschiedene Teammitglieder jeweils eine Disziplin, bevor sie an die Nächsten übergeben. Neben der individuellen Leistungsfähigkeit sind deshalb auch schnelle Wechsel, taktisches Geschick und mannschaftliche Geschlossenheit entscheidend für den Erfolg.
Bemerkenswert war zudem die Leistungsdichte im Teilnehmerfeld. Über beide Wettkampftage hinweg lieferten sich Wettbewerbsneulinge und erfahrene Aktive zahlreiche spannende Duelle. Dabei wurde nicht nur um die Podestplätze, sondern über das gesamte Feld hinweg um jede Sekunde gekämpft.
„Das Bundesfinale hat auch in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie viel Begeisterung, Teamgeist und sportliches Talent in den jungen Athletinnen und Athleten steckt. Die Wettbewerbe waren bis zum Schluss spannend und haben deutlich gemacht, welche Leidenschaft und welcher Zusammenhalt im Schulsport entstehen können. Gleichzeitig unterstreicht die Veranstaltung, welche wichtige Rolle der Triathlon dabei spielt, Kinder und Jugendliche für Bewegung, Fairness und gemeinschaftliches Miteinander zu begeistern“, sagt Mirco Beyer, Jugendsekretär der Deutschen Triathlon Union (DTU).
„Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie der Berliner Triathlon Union und dem Pölchau-Gymnasium Berlin. Ohne ihr großes Engagement und ihre Unterstützung wäre die Durchführung einer Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich.“
Eine besondere Wertschätzung erfuhr die Veranstaltung zudem durch die Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter der Landesverbände. Auch Nachwuchs-Bundestrainer Frank Heimerdinger verfolgte die Wettkämpfe vor Ort. Die Siegerehrungen nahm der Berliner Ex-Profi Nils Frommhold vor, der 2015 Deutscher Langdistanz-Meister wurde und im selben Jahr die Challenge Roth gewann. Bei seinem Debüt auf Hawaii hatte er 2014 mit Platz sechs zudem ein internationales Ausrufezeichen gesetzt.