Zweimal Gold und Silber bei WUC Triathlon 2026: Deutsches adh-Team triumphiert in Nyon
11.08.2026 – Oliver Kraus
Für einen glänzenden Auftakt der World University Championships (WUC) Triathlon 2026 in Nyon sorgten die deutschen Männer mit einem Doppelsieg über die Sprintdistanz (750 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen). Eine Woche nach Platz vier bei der Sprint-Europameisterschaft gewann Benedikt Bettin (Universität Freiburg) in 55:11 Minuten den Studierenden-Weltmeistertitel. Teamkollege Jan Scheffold (Universität Freiburg) machte mit Silber in 55:23 Minuten den deutschen Doppelerfolg perfekt. Eric Diener (SRH Fernhochschule) komplettierte als Fünfter (55:50) das starke Mannschaftsergebnis.
Bei den Frauen blieb dem deutschen Team ein Podiumsplatz verwehrt. Beim Sieg der Ungarin Dominika Peszleg in 1:01:57 wurde Julia Bodenschatz (Deutsche Sporthochschule Köln) als Zehnte beste Deutsche (1:02:37). Kurz hinter der Bonnerin folgten Sophie Gießmann (IU Internationale Hochschule) als 12. (1:03:01) und Felippa Herrmann (Universität des Saarlandes) als 15. (1:03:17), die beide ebenfalls lange Teil der 21-köpfigen Spitzengruppe gewesen waren, ehe es zum Ausscheidungslaufen auf den finalen fünf Kilometern gekommen war. Lara Thekla Ungewickell (TU Berlin) wurde 24. (1:05:33).
Goldene Krönung am Sonntag
Für die Mixed Relay am Sonntag wurden mit Julia Bodenschatz, Jan Scheffold, Sophie Gießmann und Benedikt Bettin die vier im Einzel erfolgreichsten Athletinnen und Athleten nominiert, die allesamt ihre Aufstellung mit starken Vorstellungen rechtfertigten.
Bodenschatz legte als Startathletin den Grundstein für den späteren Erfolg. Nach einem starken Schwimmen stieg sie gemeinsam mit den besten Athletinnen aufs Rad und übergab nach einer beherzten Laufleistung auf Rang vier an Scheffold.
Der Freiburger knüpfte dann nahtlos an seine Leistung vom Vortag an und prägte das Renngeschehen in allen drei Disziplinen entscheidend mit. Mit einer starken Vorstellung führte er das deutsche Team bis auf Platz zwei nach vorne und schickte Gießmann auf die Strecke.
Die Athletin der IU Internationale Hochschule erwischte ein gutes Schwimmen, verlor jedoch beim ersten Wechsel etwas Zeit. Auf der ersten von drei Radrunden arbeitete sie sich jedoch zurück in die Spitzengruppe und behauptete sich dort gegen die internationale Konkurrenz. Lediglich die britische Starterin konnte sich auf der Laufstrecke leicht absetzen. Gießmann übergab schließlich auf Position vier an Bettin.
Zu diesem Zeitpunkt war die Spitzengruppe bereits auf vier Nationen geschrumpft. Bettin hielt sich bis zum Ende des Radabschnitts in der Führungsgruppe und setzte sich anschließend gemeinsam mit den Vertretern aus Großbritannien und den Niederlanden ab. Auf der Laufstrecke entwickelte sich ein Ausscheidungsrennen auf höchstem Niveau. Erst bei seiner dritten Tempoverschärfung gelang es dem späteren Doppel-Weltmeister, den letzten verbliebenen Konkurrenten entscheidend abzuschütteln.
Wie bereits im Einzel lief Bettin als Erster über die Ziellinie und machte damit den deutschen Triumph perfekt. Entsprechend positiv fiel das Fazit von adh-Disziplinchef Nils Arnecke aus: „Benedikt hat sich den Einzel-Weltmeistertitel mit einer herausragenden Leistung verdient. Besonders freut mich aber, dass wir diesen Erfolg dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem tollen Teamgeist mit der Goldmedaille in der Mixed Relay krönen konnten.“