Deutsches Team belegt Rang 6 im Triathlon Mixed Relay in Tokio

31.07.2021 –  Eva Werthmann

Das deutsche Team wird Sechster in der Mixed Relay in Tokio.

Anabel Knoll

Laura Lindemann, Jonas Schomburg, Anabel Knoll und Justus Nieschlag haben bei der olympischen Premiere der Mixed Relay in Tokio am Samstag (31. Juli) den sechsten Platz belegt. Nach (viermal) 300 Meter Schwimmen, 6,8 Kilometer Radfahren und 2 Kilometer Laufen krönten sich die Favoriten aus Großbritannien zum ersten Olympiasieger der Triathlongeschichte in der Mixed Relay. Die USA und Frankreich gewannen Silber und Bronze.

„Laura hat ein super Rennen gemacht. Ich musste schnell schwimmen, weil ich die Lücke vergrößern wollte. Am Ende habe ich etwas dafür bezahlt, das ist einfach das Risiko. Wir haben uns gut gezeigt, es war super knapp und in drei Jahren greifen wir wieder an“, analysiert Jonas Schomburg das Rennen.

„Laura hat super vorgelegt, das war wieder sehr beeindruckend“, sagt Anabel Knoll nach dem Rennen und fügt hinzu: „Jonas hat sein Bestes gegeben und die Platzierung gehalten. Ich habe es dann beim Anlaufen zum Schwimmen etwas übertrieben und bin weggerutscht. Aber ich habe noch das Beste daraus gemacht und beim Laufen alles gegeben. Wir haben immer vorne mitgekämpft.“

Justus Nieschlag ergänzt: „Meine Kolleginnen und mein Kollege haben gut vorgelegt. Ich bin mit meinem Rennen auch im Großen und Ganzen auch zufrieden. Im Zielsprint war am Ende einfach nicht mehr drin, aber wir haben alle alles gegeben und können zufrieden sein.“

Laura Lindemann zeigt nach ihrem 8. Platz im Einzel erneut ein starkes Rennen und setzt sich nach dem Schwimmen in der vierköpfigen Spitzengruppe fest. Auf den abschließenden 2km muss sie zunächst abreißen lassen, kämpft sich aber auf den letzten Metern zurück und wechselt als zweite auf Jonas Schomburg.

Der Hannoveraner geht nach dem Schwimmen gemeinsam mit Jonathan Brownlee für Großbritannien, Kevin McDowell für die USA und Marco van der Steel für die Niederlande auf die Radstrecke. Beim Laufen setzt sich Brownlee deutlich ab und übergibt als Führender vor den USA und den Niederlanden. Schomburg wechselt auf Platz 4 auf Anabel Knoll.

Die Ingolstädterin schwimmt gut und wechselt gemeinsam mit der Amerikanerin Taylor Knibb und der Französin Casandre Beaugrand aufs Rad. Dabei hat sie allerdings Probleme in den Radschuh zu kommen und fällt zurück.

Während sich vorne Georgia Taylor-Brown für Großbritannien weiter absetzt, hängt auf dem Radkurs Knibb Beaugrand ab, die dann gemeinsam mit der Gruppe von Knoll wechselt. Großbritannien baut den Vorsprung bis zum dritten Wechsel auf 21 Sekunden auf die USA aus, weitere 12 Sekunden dahinter liegt Frankreich. Die Niederlande, Belgien und Deutschland liegen 53 Sekunden hinter der Spitze.

Der Kampf um die Medaillen wird zwischen Großbritannien, USA und Frankreich auf den letzten zwei Kilometern entschieden. Während Vincent Luis (Frankreich) auf dem Rad noch die Lücke zu Alex Yee (Großbritannien) schließt und Morgan Pearson (USA) distanziert, muss er beim Lauf dem hohen Tempo Tribut zollen und fällt zurück. Yee spielt seine ganze Laufstärke aus und sichert Großbritannien die Goldmedaille, vor den USA und Frankreich. Im Endspurt sprintet Jorik van Egdom für die Niederlande auf den vierten Platz, Belgien wird Fünfter und Justus Nieschlag überquert als Sechster die Ziellinie.

„Das war heute ein versöhnlicher und guter Abschluss für unser Team. Zielstellung war eine Platzierung unter den Top 8, was erreicht wurde. Der Start in diese Olympischen Spiele war natürlich alles andere als perfekt, das war nicht das, was wir uns erwartet haben im Männerrennen. Laura und Anabel haben im Einzel ihre Leistungen abgeliefert. Wir haben immer gesagt, dass wir einen Mehrjahresplan verfolgen und wir in Paris in die Medaillenränge kommen wolle. Ich denke, da sind wir auf einem guten Weg“, sagt Jörg Bügner, DTU Sportdirektor.

Lindemann lief im Einzelrennen am Dienstag (27. Juli) auf den achten Platz, Knoll war bei ihrem Olympiadebüt 31. geworden. Gold sicherte sich Flora Duffy aus Bermuda. Tags zuvor hatten Schomburg und Nieschlag beim Olympiasieg des Norwegers Kristian Blummenfelt die Ränge 38 und 40 belegt.