Vier Männer und eine Frau posieren vor einem Plakat, das um Unterstützung zur Sanierung des Bruchköbler Schwimmbads bittet

DTU Präsident Engelhardt wirbt in Bruchköbel für Bundesförderung kommunaler Schwimmbäder

07.06.2026 –  Oliver Kraus

Während die beliebte Veranstaltung Quarterman Germany Triathlon 2026 die Freibadsaison in Bruchköbel sportlich eröffnet, kämpft die Stadt zugleich um die Zukunft ihres Schwimmbads. 

Vier Männer und eine Frau posieren vor einem Plakat, das um Unterstützung zur Sanierung des Bruchköbler Schwimmbads bittet

Peter Kern, Rennleiter Quaterman, Prof. Dr. Martin Engelhardt, Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun, Eric Borger, Präsident des Tria-Teams Bruchköbel und Stadtrat Reiner Keim werben um Unterstützung bei der Sanierung des Stadtbads

Beim Besuch von Prof. Dr. Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU) und Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), stand die Bedeutung von Bundesförderprogrammen für den Erhalt kommunaler Sportinfrastruktur im Mittelpunkt.

Schwimmbäder sind Grundlage für Schulschwimmen, Vereinsarbeit und die Schwimmfähigkeit von Kindern – zugleich stehen viele Kommunen finanziell massiv unter Druck. Die Stadt Bruchköbel im Main-Kinzig-Kreis bildet dabei keine Ausnahme. Beim Quarterman-Triathlon, der traditionell die Freibadsaison einläutet, nutzte Bürgermeisterin Sylvia Braun die Veranstaltung, um auf die angespannte Lage des Hallen- und Freibads aufmerksam zu machen.

„Unser Hallen- und Freibad ist unverzichtbar für Schulen, Vereine und die Schwimmfähigkeit unserer Kinder. Ohne Förderung steht seine Zukunft auf dem Spiel“, erklärte Braun. Als defizitäre Kommune könne Bruchköbel die dringend notwendige Sanierung nicht allein stemmen. Aktuell bewirbt sich die Stadt daher im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“.

Unterstützung erhält Bruchköbel von Prof. Dr. Martin Engelhardt. Der DTU Präsident und DOSB Vizepräsident unterstrich die sportpolitische Relevanz des Vorhabens: „Die Bundesförderung für kommunale Schwimmbäder ist ein entscheidender Hebel, um Sportinfrastruktur dauerhaft zu sichern – gerade in finanziell stark geforderten Kommunen.“ Aus Sicht des DOSB seien Schwimmbäder zentrale Orte für Bildung, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Engelhardt betonte zudem die besondere Bedeutung für den organisierten Sport: „Ohne moderne Schwimmbäder verlieren wir die Grundlage für Schwimmfähigkeit, Schulschwimmen und Vereinsarbeit.“ Gerade in Regionen mit wenigen Alternativen müsse Sportinfrastruktur als unverzichtbare soziale Infrastruktur verstanden und politisch priorisiert werden.

Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Freibadbecken, in dem mehrere Aktive ihre Bahnen ziehen

Prof. Dr. Martin Engelhardt und Bürgermeisterin Sylvia Braun

Auch für den Triathlonsport sind funktionierende Schwimmbäder essenziell. „Triathlon beginnt im Schwimmbad – ohne funktionierende Infrastruktur gibt es keinen Nachwuchs und keine sportliche Entwicklung“, so Engelhardt. Der Quarterman-Triathlon zeige exemplarisch, wie eng kommunale Infrastruktur und sportliche Vielfalt miteinander verknüpft sind.

Die Stadt Bruchköbel verfolgt das Ziel, ihr Schwimmbad barrierefrei, energetisch und nachhaltig weiterzuentwickeln. „Wir wollen unser Bad zukunftssicher aufstellen. Dafür brauchen wir jede erdenkliche Unterstützung“, so Braun. Der Besuch im Rahmen des Quarterman-Triathlons habe deutlich gemacht, dass der Erhalt kommunaler Schwimmbäder nicht nur ein lokales, sondern ein bundesweites sportpolitisches Thema ist.