Drei Männer sprechen im Rahmen einer Präsentation zu vielen Menschen, die auf Stuhlreihen sitzen und zuhören

Klausurtagung 2026: DTU schärft Zukunftskonzept und setzt Impulse für Schulsport und Veranstaltungswesen

09.03.2026 –  Oliver Kraus

Zwei Tage intensiver Austausch, zahlreiche konkrete Ideen und ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Weiterentwicklung: Mit der Klausurtagung im Dorint Kongresshotel Mannheim hat die Deutsche Triathlon Union (DTU) am Wochenende einen weiteren Meilenstein in der Fortschreibung ihres Zukunftskonzepts gesetzt.

Drei Männer sprechen im Rahmen einer Präsentation zu vielen Menschen, die auf Stuhlreihen sitzen und zuhören

„Unsere Klausurtagungen sind seit vielen Jahren ein zentraler Ort, an dem wir gemeinsam die strategische Entwicklung des Triathlonsports in Deutschland diskutieren und voranbringen“, sagt DTU Präsident Martin Engelhardt. „Dass Haupt- und Ehrenamt hier auf Augenhöhe zusammenarbeiten, ist eine große Stärke unseres Verbandes – und eine wichtige Voraussetzung, um die Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich zu gestalten.“

Bereits in den Jahren 2014, 2017, 2020 und 2023 waren bei vergleichbaren Treffen zentrale Leitplanken für die strategische Ausrichtung des Verbandes formuliert worden. Das Zukunftskonzept versteht sich dabei nicht als statisches Papier, sondern als Kompass – mit dem Ziel, den Triathlonsport in Deutschland nachhaltig zu stärken, Strukturen weiter zu professionalisieren und zugleich die Werte des Verbandes wie Transparenz, Verlässlichkeit und Zusammenhalt zu sichern.

Barcamp als bewusst gewähltes Signal

Für die diesjährige Klausurtagung wählte die DTU mit der Barcamp-Methode ein offenes, partizipatives Format, das nach einem Impulsvortrag zum Thema „Olympia als Chance für die Spitzenverbände“ von IOC-Mitglied Michael Mronz zum Einsatz kam. Statt vorab festgelegter Referate bestimmten die Teilnehmenden – Vertreterinnen und Vertreter aus Haupt- und Ehrenamt von Landesverbänden und Bundesebene – die Agenda selbst.

Zu Beginn wurden Themenvorschläge gesammelt, priorisiert und in einen gemeinsamen Session-Plan überführt. Jede Arbeitsphase lebte vom Austausch: von Erfahrungsberichten aus dem Verbandsalltag, von konkreten Problemstellungen aus Vereinen und von der Suche nach praktikablen Lösungen.

„Wir wollten bewusst Räume öffnen – für Diskussion, für neue Perspektiven und auch für kritische Fragen“, erklärt DTU Generalsekretär Oliver Schiek. Die Mischung aus strategischer Flughöhe und operativer Detailarbeit habe den Charakter der Tagung geprägt.

Schulsport als Schlüssel zur Nachwuchsförderung

Einer der beiden inhaltlichen Schwerpunkte lag auf der Verstärkung der Aktivitäten im Schulsport. Im Zukunftskonzept ist die Nachwuchsförderung als zentrales Entwicklungsfeld definiert – nicht allein mit Blick auf den Leistungssport, sondern ebenso als Grundlage für eine lebendige Vereinslandschaft.

Diskutiert wurden unter anderem Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen, Konzepte für Ganztagsangebote sowie Wege, um Lehrkräfte stärker für den Triathlonsport zu sensibilisieren. Einigkeit herrschte darüber, dass die frühe Begeisterung für Bewegung und Ausdauersport langfristig über Mitgliederentwicklung, Talentsichtung und gesellschaftliche Sichtbarkeit entscheidet.

Dabei wurde auch deutlich: Erfolgreiche Schulsportarbeit braucht verlässliche Strukturen, klare Ansprechpartner und praxistaugliche Materialien. 

Veranstaltungen zwischen Anspruch und Realität

Das zweite große Themenfeld betraf die Umsetzung von Veranstaltungen und die damit verbundenen Herausforderungen. Von Genehmigungsverfahren über Sicherheitsauflagen bis hin zur Gewinnung von Ehrenamtlichen – die Rahmenbedingungen für Ausrichter sind anspruchsvoller geworden.

Vor diesem Hintergrund wurde intensiv darüber beraten, wie der Verband unterstützend wirken kann: durch Leitfäden, Austauschformate, zentrale Serviceangebote oder eine stärkere Vernetzung der Organisatoren untereinander. Ziel bleibt es, Qualität und Attraktivität der Wettbewerbe zu sichern, ohne die Belastungen für lokale Veranstalter weiter zu erhöhen.

Gerade hier knüpfte die Diskussion eng an das Zukunftskonzept an, das eine nachhaltige Stabilisierung der Veranstaltungslandschaft als Voraussetzung für sportliche Entwicklung und gesellschaftliche Präsenz begreift.

Gemeinsame Verantwortung für die nächsten Schritte

Zum Abschluss der Tagung wurden die Ergebnisse gebündelt und erste Arbeitsaufträge formuliert. Die Impulse aus den Sessions werden nun strukturiert ausgewertet und in konkrete Maßnahmen überführt. Zudem werden die Arbeitsgruppen einzelne Themen vertiefen und Vorschläge für die weitere Umsetzung erarbeiten, sodass am Ende des Prozesses eine überarbeitete Version des Zukunftskonzeptes im Rahmen des Verbandstags 2026 in Potsdam zur Abstimmung gebracht werden kann.