Sieg für Lisa Tertsch beim Junioren-Europacup in Quarteira
23.03.2015 – Oliver Kubanek
Jubel im Lager der Deutschen Triathlon Union. Lisa Tertsch hat den Junioren-Europacup in Quarteira (POR) gewonnen. Damit unterstrich die A-Jugendliche aus Darmstadt die tollen Trainingsleistungen der vergangenen Wochen. In 1:02:06 Stunden ließ sie die beiden Französinnen Jeanne Lehair (1:02:36 Stunden) und Emilie Mourier (1:02:46 Stunden) hinter sich. Zu einem hervorragenden Mannschaftsresultat bei den Juniorinnen trugen auch Lena Meißner (Neubrandenburg, 1:03:27 Stunden) als Sechste und Lina Völker (Stadtlohn, 1:03:59 Stunden) als Zehnte bei. Lena Neuburg (Köln, 1:06: 32 Stunden) wurde 23.
„Mit unseren jungen Damen bin ich natürlich sehr zufrieden“, freute sich Bundes-Nachwuchstrainer Thomas Moeller. „Lisa Tertsch hat diesen Sieg zudem sehr souverän erringen können.“ Drei der vier Athletinnen der DTU waren bereits nach dem Schwimmen in der Spitzengruppe und hatten auch auf dem Rad keine Probleme, sich unter den Führenden zu halten. Somit wurde der Sprint der Juniorinnen eine Laufentscheidung, in der Tertsch in einer eigenen Klasse lief und das Feld um 30 Sekunden distanzierte. „Auch Lena Meißners Laufleistung war nach einigem Trainingsrückstand durchaus bemerkenswert und Lina Völker schlug sich als Zehnte absolut in Ordnung“, so Moeller. Ihren Rückstand nach dem Schwimmen konnte Lena Neuburg nicht mehr aufholen.
Etwas weniger Freude bereitete Moeller und dem DTU-Team vor Ort der Wettkampf der Junioren. Am Ende stand Tim Siepmanns (Dortmund) 17. Rang nach 57:08 Minuten als bestes Resultat. „Bei den jungen Herren müssen wir – wie bereits nach dem Test in Saarbrücken gesagt – noch am Leistungsstand arbeiten mit Blick auf die internationalen Höhepunkte“, hatte der Bundestrainer indes auch keine ausufernden Erwartungen im Vorfeld. „Allerdings hatten wir in Quarteira auch Pech.“ Top-Junior Lasse Lührs aus Potsdam hatte nach einem Raddefekt letztlich keine Chance mehr auf eine vordere Platzierung und beendete das Rennen als 58. (1:00:52 Stunden). Moritz Horn (Potsdam) war in einen Radsturz verwickelt, sein Tag endete nach 58:38 Minuten auf Rang 29. Der vierte im Bunde, Marc Trautmann (Saarbrücken), wurde in 58:02 Minuten 25.
Der Rennverlauf sah das deutsche Trio Horn, Lührs und Trautmann im vorderen Feld des Schwimmens. In der ersten Radgruppe hielt sich aber aus genannten Gründen allein Marc Trautmann, der beim Laufen allerdings „leer“ war und so deutlich zurückfiel. Aus der zweiten Gruppe lief somit Tim Siepmann mit schneller Laufzeit noch etwas nach vorn und durfte sich als bester DTU-Starter bezeichnen.
Sieger wurde der Brite Ben Dijkstra (55:47 Minuten), vor den beiden Franzosen Lucas Jacolin (55:50 Minuten) und Maxime Hueber-Moosbrugger (56:06 Minuten).